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Besprossen

Die Pflanzguttemperatur wird in Schritten von 1 bis 2 Grad pro Tag auf 18 bis 20°C erhöht. Anschließend sorgt der Züchter für eine konstante Temperatur und gute Belüftung während der Triebbildung.



Die Kartoffeln werden solange dunkeln gelagert, bis sie Sprossen von ein paar Millimeter bis einem halben Zentimeter gebildet haben. In diesem Stadium sind die Ausläufer ausgesprochen empfindlich.



Physiologisch sehr junge Pflanzkartoffeln können besser direkt der Wärme ausgesetzt werden anstatt ihnen eine Wärme-Injektion zu geben. Die Pflanzkartoffeln nach der Wundheilperiode kurze Zeit bei niedriger Temperatur lagern (beispielsweise zwei Wochen bei 3°C), das kann die Ruheperiode bestimmter Rassen verkürzen.


Das Ergebnis des Vorkeimens ist, daß die Knollen nun viele Ausläufer haben. Das Pflanzen hat mit der größten Sorgfalt zu geschehen, damit die Knollen nicht beschädigt werden und keine Sprossen verloren geht. Aus diesem Grund sollten die Knollen abgehärtet werden. Dazu müssen die Knollen in einem hellen, kühlen, gut belüfteten Raum bis zu mehreren Wochen lagern.

Die direkte Aussetzung an die Temperatur und Bloßstellung an Tageslicht bremst das Wachstum der Sprossen, während sich die Knolle weiterentwickelt. Das führt zur Entwicklung von Kraut, Stolonen und Wurzeln sowie Chlorophyllbildung. Die Sprosse wird dadurch immer relativ kurz und kräftig.


Wenig Licht führt sofort zu einer Verlangsamung des Sprossenwachstums. Je mehr Licht die Knollen beim Abhärten haben umso fester werden die Sprossen.




Außer Kisten, können auch entsprechende Beutel verwendet werden. Das System erleichtert das Vorkeimen und Aushärten der Knollen sowie das Füllen der Pflanzmaschine. Viele Züchter von Speisekartoffeln verwenden eine Zwischenlösung, indem sie offene Beutel draußen ins Fenster hängen. Mehr.