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Ökologischer Kartoffelanbau

Die Grundlage der Zucht sind selbstverständlich ökologische Saatkartoffeln. Da Kartoffeln eine hohe Resistenz gegen Wachstumskrankheiten brauchen, sind nur bestimmte Sorten für den ökologischen Anbau geeignet. Auch das ökologische Saatgut wird ständig durch Skal, der niederländischen Kontrollstelle für Produktions-methoden in Hinblick auf die für die ökologische Produktion festgelegten Anforderungen kontrolliert. Nur die vollständige Erfüllung der gestellten Bedingungen ermöglicht die Auslieferung des Saatguts. Dadurch hat auch der Züchter von Speise-kartoffeln eine Garantie für Skal-kontrolliertes und zugelassenes Saatgut.

Zu Beginn des Frühlings wird das Saatgut draußen auf dem Bauernhof vorgekeimt. Dies ist beim ökologischen Anbau außerordentlich wichtig, weil die Kartoffeln früher geerntet werden müssen als gängige Kartoffelsorten. Durch das Vorkeimen bekommen die Kartoffeln einen Wachstumsvorsprung im Vergleich zu nicht vorgekeimten Saatgut. Während des Wachstums dürfen selbstverständlich keine Pflanzenschutzmittel gegen Krankheiten oder Unkraut verwendet werden. Unkraut-bekämpfung wird mechanisch oder einfach per Hand durchgeführt.

Im Monat August kann das Klima in den Niederlanden feuchter und wärmer werden. Da damit die Gefahr von Krankheiten zunimmt, sollten die Kartoffeln Anfang August bereit für die Ernte sein. Trotzdem wartet der Bauer so lange wie möglich, da jeder zusätzliche Tag einen größeren Ertrag bringen kann. Zeigen sich aber erste Anzeichen von Kartoffelkrankheiten, haben die ökologischen Bauern keine andere Wahl, als das Laub mit Gasbrennern zum Schutz vor Erkrankungen der Knollen zu verbrennen. 14 Tage später kann geerntet werden.